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  • ruedibuerki

Die Suche geht weiter

Aktualisiert: 15. Feb.

Nun sind wir einige Wochen auf der Suche nach unserem Boot. Wir haben uns diesen Schritt wesentlich einfacher vorgestellt: Inserate checken, sich begeistern, Vermittler kontaktieren, Absprache mit den Bootsprofis, Reservation, Besichtigung, Kauf....


Der Alltag sieht etwas anders aus. Doch nun mal alles der Reihe nach:


Am Freitag, 19.11.2021 fliegen wir nach Palermo. Wir haben da in der Marina Villa Igiea gleich zwei Fountaine Pajot Bahia 16 entdeckt, eine davon können wir am Samstag besichtigen.




Das Boot war nicht aufgeräumt, etwas schmuddelig, hatte Wasser an verschiedenen Stellen in der Bilge und der Makler widersprach sich dauernd. Vielleicht war er schlecht vorbereitet?

Zudem gab es Diskussionen betreffend VAT, der EU-Mehrwertsteuer, die wir hätten übernehmen müssen. Da wir das Boot aber unter Schweizer Flagge immatrikuliert hätten und wir ja nicht in der EU wohnen, erübrigt sich eine solche Zahlung üblicherweise.

Wir entschieden uns abzuwarten und am darauffolgenden Dienstag in Barcelona ein anderes Boot zu besichtigen. Wir erhofften uns dadurch, dass wir etwas an Erfahrung gewinnen können und einen Vergleich erhalten, damit wir das Angebot etwas beurteilen können.


So genossen wir bei frühlingshaften Temperaturen über 20 Grad Palermo, entdeckten ausgezeichnete Ristorantis und verfolgten am Sonntag den Palermo-Marathon 2021.

Am Montag flogen wir dann direkt von Palermo nach Barcelona.

Das Boot das wir am Dienstag besichtigen wollten, war eine Fountaine Pajot Belize 43, Eignerversion, nie verchartert. Wir waren sehr gespannt.

Damit wir uns in Barcelona fortbewegen konnten und die Marina, in der das Boot lag, besuchen konnten, mieteten wir uns ein Auto.


Wir gingen davon aus, dass in Spanien die Sonne immer scheint und entschieden uns für ein Cabriolet. Leider war es regnerisch und eher sehr kühl.

Das Boot gefiel uns sofort. Etwas kleiner als die Bahia in Palermo, dafür aufgeräumt, sauber und in einem ausgezeichneten Zustand. Die Eignerversion, bei der der Steuerbordrumpf mit nur einer einzelnen Kabine ausgestattet ist, dafür ein grosses Bad aufweist, überzeugte uns. Der Eigner konnte uns jedes Detail erklären, zeigte uns jeden Beleg, den wir gerne sehen wollten, insbesondere über die bezahlte EU-Mehrwertsteuer, wir waren begeistert.

Nur einen kleinen Hacken hatte die Geschichte, nämlich, dass ein anderer Interessent 12 Stunden vor unserem Besuch eine verbindliche Offerte abgegeben hat.

Ärgerlich für uns, denn so hätten wir nur eine Chance gehabt, wenn der andere Interessent von seinem Angebot zurückgetreten wäre.


Das Hotelzimmer hoch über der Plaza Catalunya, zwei ausgezeichnete Nachtessen und ein Rückflug hoch über dem Nebelmeer trösteten uns über den Frust.


Dem Eigner in Palermo haben wir ein Angebot, deutlich unter seinen Preisvorstellungen gemacht. Er ist nicht darauf eingegangen, das Boot ist bis heute nicht verkauft.

Das Boot in Barcelona hat den Besitzer gewechselt.


Kurz darauf haben wir ein neues Inserat entdeckt: Fountaine Pajot 43 in Lefkas, sehr guter Zustand. Die aktuellen Fotos dieser Charteryacht zeigte uns dann ein ganz anderes Bild. Wir hätten sehr viel Zeit und Geld in den Refit investieren müssen.

Eine Leopard 43 in Frankreich erweckte unser Interesse, das Inserat war sehr alt, das Boot vermutlich vor einiger Zeit verkauft.


Wiederum eine Fountaine Pajot Bahia 46 in Griechenland, unter EUR 200'000.--, guter Zustand. Bis wir reagieren konnten, war das Boot verkauft.


In unseren Gesprächen mit den Bootsprofis entschieden wir, dass wir schneller reagieren müssen, allenfalls ein Angebot abgeben, ohne das Boot gesehen zu haben, vielleicht eine Videobesichtigung durchführen, Reservation unterzeichnen, Besichtigung vor Ort, Gutachten........

Zudem entschieden wir uns auch andere Boote als solche von Fountaine Pajot in Betracht zu ziehen, Privilège, Catana, Outremer, Leopard......


Das nächste interessante Boot, das wir in die engere Auswahl zogen, war eine Privilège 465.

Diese Boote zeichnen sich mit einem sehr werthaltigen Ausbau aus, sind seglerisch aber etwas behäbiger, dafür bieten sie sehr viel Platz.

In Gallipoli, Apulien, entdeckten wir ein solche Boot, VAT sogar bezahlt. Je länger wir uns mit diesem Katamaran auseinander setzten, desto mehr gefiel er uns. So machten wir dem Makler dieser Yacht umgehend ein Angebot. Wir akzeptieren die Offerte, bezahlen die Maklergebühr von 5%. Leider hat der Eigentümer kurz vor Weihnachten entschieden, dass er bis nach seinen Ferien ende Januar 2022 keine Termine vereinbaren will. Und dann ist da ein amerikanischer Interessent, der vor uns die Yacht besichtigen wollte, aber dessen Termin wegen Ferien des Eigners abgesagt, resp. verschoben worden ist. So warten wir nun darauf bis die andere Person das Boot besichtigt und sich entschieden hat.


Gleichzeitig fanden wir eine andere Privilège 465 in der Türkei, die uns begeisterte. Fotos und Videos zeigten uns eine Yacht in ausgezeichnetem Zustand. Der Zufall wollte es, dass ich entdeckte, dass Daniel Thut, ehemaliger Militärkollege von mir, Ausbildner beim CCS Aargau und bei der Segelschule Hallwilersee, wo ich die eine oder andere Segelstunde vor Jahren bei ihm gebucht hatte, dieses Boot im September 2021 für drei Wochen gechartert hat. Kurze Anfrage an Dani: "Wie hat dir dieses Boot gefallen?"- "Dieses boot kann ich dir nur empfehlen, es ist in einem Topzustand, perfekt ausgerüstet...."


Noch am gleichen Abend haben wir dem Vermittler geschrieben, dass wir das Boot kaufen wollen und wir das Angebot akzeptieren. Kurze Bestätigung des Agenten erhalten, es sei soweit alles i.O., nur wolle er noch kurz mit dem Eigentümer sprechen.

Am darauffolgenden Tag haben wir dann erfahren, dass der Eigentümer das Boot nicht verkaufen wolle......


Wir sind wieder auf Feld EINS!


Glücklicherweise haben wir aber über die Festtage eine Fountaine Pajot Belize 43 in der Türkei entdeckt: 4 Kabinen, war nie im Charter und stand jedes Jahr während 5 - 6 Monaten an Land. Umgehende Kontaktaufnahme mit dem Vermittler, der uns spontan eine Unmenge an aktuellen Bildern und Videos zustellte. Kontaktaufnahme mit den Bootsprofis "Wir haben wieder etwas gefunden", Austausch der Dateien und wir haben auch da ein Angebot abgegeben.


Das war vor einer Woche. Seit da warten wir auf den Entscheid des Eigners.

Die groben Pläne für den Refit habe ich bereits schon gemacht, die Route, wie wir das Boot aus der Türkei in eine nähere Marina um Genua überführen könnten, habe ich grob festgelegt. Wir warten und üben uns in Geduld.








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